The Graph (GRT) Prognose

Von CMC AI
27 July 2026 01:50AM (UTC+0)
TLDR

Die zukünftige Preisentwicklung von GRT hängt davon ab, ob die durch Nutzung getriebene Nachfrage den anhaltenden inflationsbedingten Verkaufsdruck überwinden kann.

  1. Protokoll-Weiterentwicklung – Das Horizon-Upgrade (ab Dezember 2025 live) erweitert die Einsatzmöglichkeiten von GRT von einfachen Subgraphs hin zu einer umfassenden Datenplattform. Dies könnte die Netzwerkgebühren und die Nachfrage nach Staking deutlich erhöhen.

  2. Ökosystem-Erweiterung – Die Integration von Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) ermöglicht GRT-Transfers und Staking auf Solana, Arbitrum und Base. Dadurch wächst die Nutzer- und Entwicklerbasis.

  3. Token-Ökonomie – Eine konstante jährliche Ausgabe von 3 % sorgt für dauerhaften Verkaufsdruck. Für eine Preissteigerung muss das Wachstum der Abfragegebühren diese Inflation übertreffen.

Ausführliche Analyse

1. Protokoll-Weiterentwicklung (positiver Einfluss)

Überblick: Das Horizon-Upgrade, das am 11. Dezember 2025 auf dem Mainnet gestartet wurde, verwandelt The Graph von einem einfachen Subgraph-Protokoll zu einer modularen, vielseitigen Datenplattform. Neue Dienste wie Token API (vorgefertigte Token-Daten), Substreams (Echtzeit-Datenströme) und Amp (SQL-Zugriff) nutzen GRT für Staking und Zahlungen. Diese Umstellung soll mehr Wert aus KI-Agenten und institutionellen Datenverbrauchern ziehen.

Bedeutung: Durch die Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten von GRT über einfache Abfragegebühren hinaus könnte die Menge an GRT, die im Netzwerk für Staking und Dienstleistungen gebunden ist, stark steigen. Wenn neue Dienste wie Token API bei Entwicklern gut ankommen, könnte die dadurch entstehende Nachfrage den aktuellen Verkaufsdruck durch Inflation übersteigen und so den Preis fundamental stützen.

2. Ökosystem-Erweiterung (gemischter Einfluss)

Überblick: Ende 2025 wurde Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) in The Graph integriert, wodurch GRT zu einem Cross-Chain Token (CCT) wurde. Das ermöglicht sichere Transfers und künftig auch Cross-Chain Staking und Gebührenzahlungen auf großen Netzwerken wie Solana, Arbitrum und Base (CoinMarketCap). Ziel ist es, die Plattform für Entwickler aus verschiedenen Ökosystemen zugänglicher zu machen.

Bedeutung: Diese Integration ist langfristig positiv für die Akzeptanz, da sie Entwicklern auf schnell wachsenden Chains wie Solana den Zugang zu The Graph erleichtert. Mehr Nutzer könnten zu höheren Abfragevolumen und mehr GRT-Nutzung führen. Allerdings besteht ein Risiko, dass die Umsetzung der versprochenen Funktionen wie Cross-Chain Staking durch technische Herausforderungen oder Verzögerungen behindert wird.

3. Token-Ökonomie (negatives Risiko)

Überblick: GRT folgt einem inflationsbasierten Tokenmodell mit einer jährlichen Ausgabe von 3 %, um Indexer zu belohnen. Trotz über 1,2 Billionen verarbeiteter Abfragen und Millionen an generierten Gebühren liegt der Preis im Juli 2026 nahe einem Mehrjahrestief von etwa 0,018 US-Dollar. Analystenprognosen für 2026 sind vorsichtig und reichen von 0,015 bis 0,06 US-Dollar (LeveX).

Bedeutung: Die stetige neue Token-Ausgabe erzeugt einen strukturellen Gegenwind, sodass Preissteigerungen begrenzt sind, wenn die Nachfrage aus der Netzwerknutzung nicht schneller als 3 % pro Jahr wächst. Der Markt bewertet derzeit die Token-Ökonomie stärker als die Akzeptanzmetriken. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend muss das Wachstum der bezahlten Abfragen diese Inflation deutlich übersteigen – was bisher nicht der Fall ist.

Fazit

Kurzfristig wird GRT durch die Inflation gebremst, langfristig hängt der Erfolg davon ab, ob es zur Standard-Datenschicht für Web3 und KI wird. Anleger sollten beobachten, ob neue Dienste wie Token API das Rekord-Abfragevolumen monetarisieren können, bevor die Inflation den Wert weiter schmälert.

Wird das Wachstum der bezahlten Abfragen endlich die jährliche Ausgabe von 3 % übertreffen?

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